Das kleine Wörtchen „Nein“

Angesichts der Tatsache, dass meine Mama den ganzen Tag beständig mit mir redet oder mir etwas vorsingt, ist es schwierig Sie zu ignorieren. Ein Wort sticht dabei gerade in letzter Zeit heraus „NEIN“ und wie oft ich das in letzter Zeit höre!!!

Fest steht – ich mag dieses Wort nicht. Ich glaube, dass es dazu da ist mir Sachen zu verbieten. Mama sagt es zum Beispiel wenn ich Schränke aufmache, Schubladen aufziehe, mir ihr Handy schnappen, bei der Anlage den Sound aufdrehen will, die Kabel bei der Steckdose untersuche oder die frisch zusammengelegte Wäsche ausräume. Im Prinzip bei allem was ich neu entdecke und mir Spaß machen könnte.

Ich versteh das nicht. Früher hat Mama mir das Spielzeug gereicht und mich animiert es in die Hand zu nehmen. Jetzt wo ich an fast alles allein rankomme, heißt es auf einmal „NEIN“?! Wenn ich dann einen zweiten Versuch unternehme, in der Hoffnung, dass ich mich nur verhört habe, dann ertönt dieses böse Wort wieder „NEIN“. Puh – Sie macht mich echt fertig – also andere Strategie! Dritter Versuch – vorher kurz die Lage checken – sie guckt immer noch – mh – dann grinse ich sie mal an und los geht es – erneuter Versuch. Wieder nichts!

Geht das allen so?

Meine Frage ist, geht das etwa allen so? Ich dachte, dass die Welt eine große Spielwiese ist? Warum bremst sie mich dann aus? Nur weil manchmal was kaputt geht? Ich mein, ich mach das doch nicht mit Absicht. Ich kenn die Beschaffenheit von so vielen Dingen noch nicht – das fasziniert mich und muss eben alles unter die Lupe genommen werden. So einem niedlichen Wesen wie mir verzeiht man das doch sicher. Warum weiß Mutti das nur nicht? Wenn ich Sie doch fragen könnte – blöd, daran muss ich erst noch arbeiten. Also ab auf die Todo-Liste.

Heute im Delfi-Kurs hat sie den anderen Mamis von meinen Versuchen erzählt. Die waren so verständnisvoll – sie meinten sogar, dass Mama mal ein paar andere Wörter benutzen soll. Nicht nur „Nein“, sondern auch „Halt“, „Oh-Oh“, „Stop“ oder „Warte“. Noch mehr Wörter die einem dem Spaß verderben – Frechheit.

Übrigens habe ich auch schon öfter getestet, ob Sie mich gewähren lässt, wenn ich weine. Aber sie kann anscheinend mein bockiges Weinen von meinem „mir-tut-etwas-weh“-Weinen unterscheiden. Daher mutmaße ich, dass sie mich genauso gut kennt, wie ich sie. Wenn es um die Nahrungsaufnahme geht ein absolutes Plus – aber beim Erkunden meiner Umwelt erkenne ich darin einen deutlichen Nachteil! Oder fehlt mir noch der Weitblick auf das große Ganze?

 

littlet

 

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