Meine erste Adventszeit

Zwei Wochen lang habe ich mich in Schweigen gehüllt. Ihr habt euch gefragt was da los ist? Ihr habt mich vermisst und wolltet von Mama hören, wie es mir geht und was es Neues gibt? Ihr sollt natürlich erfahren, was ich getrieben habe und was mich veranlasst hat, euch zu vernachlässigen. 

Vor ca. 2 Wochen war es mal wieder so weit – ich bekam eine richtig dicke Erkältung. Zunächst verlief diese ganz typisch – 3 Tage kündigte sie sich an, 3 Tage blieb sie und 3 Tage ging sie – dachten wir zumindest. Als sie gerade gehen wollte, änderte sie auf einmal ihren Kurs und schlug noch einmal so richtig zu. Ich bekam den Husten meines bisherigen Lebens, hatte Schnupfen, sodass meine Nase beständig lief (das macht einem das Essen irgendwie zunichte) und nachts war mir kein ruhiger Schlaf vergönnt. Zu all dem Übel gesellte sich eine schöne Bindehautentzündung, die auch vor der Mutti nicht halt machte.

Meine erste Adventswoche

Meine erste Adventszeit hat also grandios angefangen. Wie ihr euch vorstellen könnt, war das alles kein Spaß. Dabei hatten wir so viel vor. Die Großeltern wollten am ersten Adventswochenende vorbei schauen, und wir wollten auf den Weihnachtsmarkt gehen. Stolz wollte ich Ihnen meine beiden ersten Zähnchen präsentieren. Hab ich euch davon schon berichtet? Meine Güte war das aufregend, als ich das erste Mal diese kleinen spitzen Dinger in meinem Mund bemerkte. Nicht ganz ohne Schmerzen schoben sie sich ganz langsam an die Oberfläche, bis man sie nicht nur spüren, sondern auch sehen konnte. Zuerst war mir das ein wenig unangenehm – völlig überrascht war ich – wo kamen die her, was wollten die da und wofür waren sie gut? Zunächst habe ich dieses Geheimnis also für mich behalten – bis ich nicht mehr konnte und Papa eingeweiht habe. Ich hab mir seinen Finger geschnappt und ihm gezeigt, was es bei mir Neues gab. Warum dem Papa? Na ganz einfach – stellt euch vor, wie besorgt Mutti gewesen wäre, wenn da was schief gelaufen wäre, die Zähnchen da nicht hingehört hätten oder ähnliches. Also lieber bei dem Papa erst einmal die Lage checken. Erleichterung machte sich breit, als er mir erklärte, dass jeder welche hat. Wunderbar – daraufhin inspizierte ich das erst einmal ausgiebig bei allen. Es stimmte – Papa hat welche, Mutti hat welche, Onkel Max hat welche usw. Und so langsam schließt sich der Kreis und ich merke, dass sie mega hilfreich beim Futtern sein können – Reiswaffeln knabbern macht jetzt so viel mehr Freude.

Aber ich schweife ab – ich wollte euch doch von meinen Wochenplänen berichten. Wie gesagt, mit Oma und Opa wollte ich den Weihnachtsmarkt erkunden – Mama hatte doch schon so viel davon berichtet, allerdings wäre das bei dem ungemütlichen Wetter für mich kranken Krümel wahrscheinlich nicht sonderlich empfehlenswert gewesen. Anstelle dessen ging es ab ins Kaufhaus – trocken, warm und viel zu gucken. Auf dem Rücken von Papa hab ich alles überblickt, mich ausgeruht und einfach geschlummert. Schlafen ist voll wichtig, wenn man eine Erkältung hat.

So ist aber schon einmal der erste Advent nicht wie gewünscht verlaufen. Unter der Woche wollten wir zum Delfi-Kurs, uns mit den Babys aus der Krabbelgruppe treffen, gemütlich mit anderen im Bechstein frühstücken und am zweiten Adventswochenende war wieder Besuch angesagt etc. Die ersten Termine haben wir trotz allem gut gemeistert, bis Donnerstag der Rückschlag kam und ich doch noch ein wenig mehr krank geworden bin. Seitdem heißt es auskurieren und kerngesund werden. Meinen ersten Nikolaus hab ich dementsprechend fast ausschließlich Zuhause verbracht. Über den Tag halte ich mich wacker – aber die Nächte machen mir ganz schön zu schaffen. Ich bin so KO und erledigt. Spielen, Essen und die Welt erkunden macht so einfach weniger Spaß 😟.

 

Was mir geholfen hat:

  1. Viel schlafen – am liebsten mit dem Kopf ein wenig erhöht.
  2. Nachts ein Aufguss aus dem Thymian-Myrte-Balsam neben meinem Bett.
  3. Über den Tag das Öl ‚Atemwohl für Kinder‘ von der Bahnhofs-Apotheke.
  4. Meerwasser-Nasenspray, wenn die Nase verstopft war.
  5. Viel Trinken – sowohl Wasser als auch Fenchel- oder Holundertee.
  6. An der frischen Luft spazieren, sofern kein Fieber vorhanden ist.
  7. Viel Kuscheln mit Mama und Papa.

Aktuell bin ich noch auf dem Weg der Besserung – zumindest waren wir heute noch einmal beim Arzt, um uns etwas gegen die Bindehautentzündung zu holen. Ein Ärger sag ich euch – olle Tropfen, die Mama mir ins Auge träufeln muss. Hoffentlich helfen Sie wenigstens, wenn ich diese Tortur schon immer über mich ergehen lassen muss. Aber schließlich will ich bald wieder richtig fit sein, mit meinen Freunden toben, den leckeren Brei von Mutti wieder richtig genießen können und meine erste Adventszeit richtig auskosten. Also bis bald …

 

littlet

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